GM-Werk in Wentzville stoppt Produktion wegen Streiks bei Lear
Die Produktion im GM-Werk für Trucks in Wentzville, Missouri, wurde aufgrund eines Arbeitskampfs beim Sitzlieferanten Lear Corp. eingestellt. Fünfhundert Beschäftigte von Lear, vertreten durch die UAW Local 282, streiken für bessere Bedingungen und kritisieren das Unternehmen dafür, Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen zu priorisieren, anstatt faire Löhne zu zahlen. GM bestätigte, dass der Mangel an Teilen durch den Streit die Produktion beeinträchtigt und hofft auf eine schnelle Lösung. Lear betonte sein Engagement für faire Verhandlungen und eine für beide Seiten vorteilhafte Einigung. Das Werk in Wentzville mit 4.600 Mitarbeitenden produziert Chevrolet Colorado, GMC Canyon sowie die Vans Chevrolet Express und GMC Savana.
Autohersteller überdenken EV-Produktion angesichts sinkender Nachfrage
Autohersteller sehen sich aufgrund nachlassender Nachfrage mit Überkapazitäten in der EV-Produktion konfrontiert, was zu einer Rückkehr zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor führt. Hersteller aus den USA, Deutschland und Frankreich produzieren derzeit 40–45 % unter den Erwartungen. Der europäische EV-Markt kämpft mit hohen Preisen und gekürzten Subventionen, weshalb Unternehmen wie Mercedes-Benz ihre EV-Ziele verschieben und Volkswagen die Schließung eines Werks in Belgien erwägt. Stellantis hat die EV-Produktion in Italien gestoppt, Valeo sucht Käufer für zwei Werke. In den USA investiert Ford 3 Milliarden USD in seinen Super Duty F-Series Pickup, statt in ein verschobenes elektrisches SUV. Das Interesse an Hybriden und Plug-in-Hybriden wächst. OPmobility bestätigte trotz Unsicherheiten seine Jahresziele, die Aktie stieg um 12 % dank starker Auftragseingänge. Der Übergang zu EVs wurde eher durch Regulierung als durch Verbrauchernachfrage getrieben.
Ford verlagert Fokus des Oakville-Werks bis 2026 auf Super-Duty-Truck-Produktion
Ford hat angekündigt, dass sein Montagewerk in Oakville, Ontario (Kanada), ab 2026 Super Duty-Pickup-Trucks produzieren wird. Diese Entscheidung bedeutet eine deutliche Abkehr von den ursprünglichen Plänen, das Werk in eine Produktionsstätte für Elektrofahrzeuge umzuwandeln. Ursprünglich war geplant, ab 2025 Elektrofahrzeuge in Oakville zu fertigen; eine später angekündigte Verzögerung verschob das Startdatum auf 2027 und führte zu Entlassungen. Stattdessen wird das Werk nun auf die Produktion von bis zu 100.000 Super Duty Trucks jährlich umgestellt. Ford plant, „Multi-Energy-Technologie“ in die Super-Duty-Reihe einzuführen – was auf zukünftige elektrifizierte oder Hybridvarianten hindeutet, während weiterhin Verbrennermodelle erhältlich bleiben. Durch diese Entscheidung sollen 400 Arbeitsplätze mehr erhalten bleiben als beim ursprünglichen EV-Plan. Die Entwicklung von dreireihigen Elektrofahrzeugen ist weiterhin geplant, allerdings ohne aktualisierten Zeitplan.